Ich habe schon viele Agenturen von innen gesehen.
Und von noch mehr Agenturen habe ich gehört.
Ich weiß, welche Hebel dort im Inneren verlaufen, welche Zahnräder ineinandergreifen – kurz: Wie dort gearbeitet wird.
Und die Antwort wird dir nicht gefallen.
Denn:
Du und deine Agentur – ihr habt einen fundamentalen Interessenkonflikt.
Deine Agentur will immer so wenig Zeit wie möglich in dich investieren.
(Ganz egal, was sie dir anderes erzählt …)
Das ist, wie die allermeisten Unternehmen operieren. Und weswegen so viele Coaches mit ihren Dienstleistern unzufrieden sind.
Lass uns da tiefer einsteigen.
Viel Spaß.
Ich werde ihn garantiert haben.
1. Die „Fließbandagentur"
Diesen Begriff hast du vielleicht schon einmal gehört.
Er bedeutet nichts anderes, als dass alle internen Prozesse standardisiert werden.
Jeder Auftrag soll wie auf einem Fließband durch die Agentur laufen und ein (relativ gleichbleibendes) Ergebnis erzeugen.
So weit, so gut.
Es gibt Anbieter, bei denen das ganz wunderbar funktioniert.
Aber:
Das ist ganz sicher nicht die Regel.
Die Regel sieht so aus, dass du Ware von der Stange bekommst, die schnell und hektisch zusammengeschustert worden ist.
Meistens mit Zeitdruck.
Aber IMMER ohne Liebe.
Ein gutes Marketingkonzept zu entwickeln, braucht Zeit, Liebe.
Kampagnen sind Entitäten, Lebewesen, die gepflegt und gefüttert werden wollen.
Keine Stangenware, die man schnell über ein Fließband schießt.
2. Die zwangsläufige Lieblosigkeit.
Das 20. Jahrhundert – in dem die Fließbandarbeit von Henry Ford großgemacht worden ist – war das Jahrhundert der langen Gesichter.
Kriege.
Wirtschaftskrisen.
Krankheiten, die 30-jährige Lehrer ganz „casual" dahingerafft haben.
(War eben normal.)
Ein Fließbandarbeiter – der liebt seine Arbeit nicht.
Ein Fließbandarbeiter operiert wie eine menschliche Maschine, ein Zahnrad bestenfalls.
Nicht umsonst hat Henry Ford auch nach der Maxime gearbeitet, jedem Mitarbeiter die notwendige Zeit zur Erledigung einer Aufgabe zuzugestehen.
Aber keine einzige Minute darüber hinaus.
Das ist NICHT wie kreative Arbeit funktioniert.
Kreativität muss atmen, leben.
Kreativität muss irren, suchen.
Fließbandarbeit ist immer lieblos.
Und lieblose Kampagnen sind unbrauchbar, mindestens aber austauschbar.
Lass deshalb besser die Finger davon.
Die Fließbandagentur nutzt in 90 % der Fälle nur ihrem Inhaber.
3. Wie versprochen: Die Ausnahme.
Es gibt immer Ausnahmen.
Wenn du eine tolle Fließbandagentur hast, halt sie fest.
Schick den Mitarbeitern kleine Geschenke zu Weihnachten ins Büro.
(Sie werden es dir hundertfach danken – und deine Kampagnen auch!)
Bezahl deine Rechnungen immer überpünktlich, umarme und liebkose sie.
Die einzige richtige Alternative lautet aber:
Shared Deals.
Was ist ein Shared Deal?
Bei einem Shared Deal beteiligst du deinen Marketingdienstleister an ALLEN Umsätzen, die über eure Kampagnen erwirtschaftet werden.
Hier drehst du den fundamentalen Interessenkonflikt um.
Plötzlich ist es im VITALEN INTERESSE deines Dienstleisters, so viel Geld für dich zu verdienen wie möglich.
Dieses Modell wird nicht umsonst auf dem höchsten Level unter den besten Coachinganbietern so gerne gefahren.
Aber gerade am Anfang sind solche Vereinbarungen eher selten.
Deswegen gilt:
Selber machen.
So viel wie möglich.
Deine Kampagnen müssen deinen Geist atmen, mit deiner Stimme sprechen.
Gerade im Coachingbereich ist das so so wichtig, dass du in deiner gesamten, gegebenen Einzigartigkeit wahrgenommen wirst.
Sollte dir schreiben aber per se nicht liegen, melde dich.
Ich liebe es, Coachingbrands groß zu machen.